1 kg Heu = 1 kg Silage?

Gras, Silage und Heu unterscheiden sich grundsätzlich nur durch ihren Wassergehalt.

  • Gras: Es ist besonders wasserhaltig. Es enthält vielleicht 160 g Futterinhaltsstoffe, Trockenmasse (TM) genannt und 840 g Wasser (Rohwasser) je 1.000 g Gras.
  • 1.000 g Gras: Pferd frisst 160 g Futter und 840 g Wasser

  • Silage: Wird das Gras geschnitten und trocknet in der Sonne 1 – 2 Tage, dann verdampft viel Wasser. Aber in dieser kurzen Zeit ist das Gras noch nicht ganz trocken. Es hat vielleicht schon 500g Futterinhaltsstoffe (Trockenmasse TM), aber noch 500 g Wassergehalt (Rohwassergehalt) je 1.000 g halbtrockenes Gras. Weil Futtermittel nur lagerfähig sind, wenn sie mindestens 860 g Futterinhaltsstoffe (Trockenmasse) besitzen, wird aus dem angetrocknetem Gras die Grassilage gemacht. Die ist dann lagerfähig.
  • 1.000 g Silage: Pferd frisst 500 g Futter und 500 g Wasser

  • Heu: Ist das Wetter gut, dann trocknet die Sonne in mehreren Tagen das Gras so stark, dass es lagerfähig ist. Heu enthält etwa 880 g Futterinhaltsstoffe (Trockenmasse) und nur 120 g Wasser (Rohwasser).
  • 1.000 g Heu: Pferd frisst 880 g Futter und 120 g Wasser

Halten wir fest, in Wirklichkeit frisst ein Pferd bei 1 kg Gras nur 160 g Futter, bei 1 kg Grassilage nur 500 g Futter und bei 1 kg Heu nur 880 g Futter.

Ein schwerer Fehler wäre, wenn ein Pferdehalter/in anstelle von 1 kg Heu dann 1 kg Silage verfüttert und erwarten würde, das Pferd würde satt werden.

Hier jetzt die Berechnung, wie Ihr Heu, Silage und Gras so tauscht, dass Euer Pferd die selbe Menge Futter erthält:

1 kg Heu = 880 g Futter (Trockenmasse)

Willst Du Heu durch Silage ersetzen, dann musst Du wissen, das 1 kg Silage nur 500 g Futter (Trockenmasse) enthält. Folglich musst Du mit dem Taschenrechner ermittelt wieviel mehr Silage Du füttern musst, um wieder auf 880 g Futter (Trockenmasse) zu kommen: 880 : 500 = 1,76. Das Ergebnis ist, Du musst 1,76 mal mehr Silage anstelle von Heu verfüttern. 2 kg Heu/100 kg LM/d = 3,52 kg Grassilage/100kg/d

Grassilage muss 1,76 mal mehr gefüttert werden als Heu

Wenn Dein Pferd 2 kg Heu/100kg LM/d bekommt und damit satt ist, dann wird es auf der Weide ähnlich viel Futter aufnehmen. Mit Heu nimmt es in Wirklichkeit 2 x 880 g Futter (Trockenmasse) = 1.760 g auf. Mit 1 kg Gras hat Dein Pferd erst 160 g Futter (Trockenmasse) aufgenommen. Folglich rechnest Du: 1.760 : 160 = 11. Dein Pferd wird, so kannst Du jetzt schätzen, 11 kg Gras/100 kg LM/d fressen.

Gras muss 5,5 mal mehr als Heu vorhanden sein

Faustzahlen zum Futtermittelaustausch

AustauschHeu zu SilageSilage zu Gras Heu zu Gras
1,5 x bis 2 x3 x bis 3,5 x5 x bis 6 x
AustauschGras zu SilageSilage zu HeuGras zu Heu
: 3 bis : 3,5: 1,5 bis : 2: 5 bis : 6
Die Rohwassergehalte, bzw. Trockenmassengehalte sind hier beispielhaft, sie können je nach Klima, Jahreszeit, Schnittzeitpunkt, usw. variieren.
Trockenmasse (TM) wird auch oft mit dem veralteten Namen Trockensubstanz (TS) bezeichnet.

Mineralstoffe: Was ist drin?

Im Normalfall benötigen ausgewachsene Pferde nur zwei Mineralstoffe zusätzlich gefüttert.

  • Na (Natrium): Dieses Mineral wird vorrangig benötigt, wenn Pferde schwitzen, da mit dem Schweiß der Pferdekörper große Mengen Natrium verliert. Wesentlich mehr als beim Menschen. Natrium wird dem Pferd durch NaCl (Natriumchlorid), also Salz zugeführt. 1 kg Salz enthält 380 g Na. Oder: Salz hat einen Natriumgehalt von 38%. Üblicherweise steht in Bedarfstabellen für das Pferd der Natriumbedarf. Für ein Sportpferd (600 kg LM) bei mittlerer Arbeit schlägt die Bedarfstabelle 57 g Na vor. In diesem Beispiel wird angenommen, dass im Futter 12 g Na bereits enthalten sind. Folglich muss 57 g Na – 12 g Na = 45 g Na durch Salz (NaCl) ausgeglichen werden. Salz enthält 38% Na oder anders gesagt: 380 g Na = 1.000 g Salz. Jetzt kommt der berühmt berüchtigte Dreisatz. 1 g Na = 1.000 g Salz ./. 380 ; 1g Na = 2,6315789 g Salz . Gesucht werden aber 45 g Na, also 2,6315789 g Salz x 45 = 118,42105 g Salz. Das Ergebnis für Dich bei der Fütterung heißt: Um 45 g Na zu füttern, benötigst Du 118 g Salz. Beim Füttern kommt es auf einen Gramm nicht an. Wenn es um kleinere Mengen Salz geht, kannst Du es im Lebensmittelhandel kaufen, achte aber darauf, dass es nicht jodiert ist! Größere Mengen kaufst Du günstig im Landhandel unter der Bezeichnung Futtersalz.
  • 1 Esslöffel Salz = 15 g Salz = 6 g Na

    1 Teelöffel Salz = 5 g Salz = 2 g Na

  • Ca (Calcium oder Kalzium): Kalzium kannst Du als Kohlensauren Kalk (CaCO3) oder als Futterkalk (CaCO3) kaufen. Futterkalk (CaCO3) enthält 36% Kalzium (Ca): 360 g Ca = 1.000 g CaCO3 oder 1 g Ca = 2,7777778 g Futterkalk. Sagt Deine Rationsberechnung, Du sollst noch 18 g Ca ergänzen, dann mache einfach folgende Rechnung: 18 x 2,7777778 g Futterkalk = 50 g Futterkalk, um 18 g Ca Deinem Pferd zuzuführen.
  • 1 Esslöffel Futterkalk = 10 g Futterkalk = 3,5 g Ca

Was ist eigentlich ein Qualitätshandbuch?

Es gibt verdeubelt viele Leute, die sich darüber aufregen, dass in Abschluss- und Meisterprüfungen doch tatsächlich Prüfer verlangen, dass Beiträge für ein Qualitätshandbuch, kurz auch Q- Handbuch, in der schriftlichen Prüfung verlangt werden.

Ob das wirklich nur Blödsinn oder einfach nur Teil einer fachgerechten Arbeit ist, das können wir hier einmal zusammen erörtern:

Immer wieder in der täglichen Arbeit gibt es Sachen, die einem gut oder weniger gut gelingen. Das ist im Betrieb und auch zuhause so. Oft werden Sachen neu ausprobiert, wiederum mit gutem oder weniger gutem Erfolg. Wenn dann aber etwas richtig gut gelingt, dann wäret Ihr und ich ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wennIhr Euch die Rezeptur, das Verfahren, das Hilfsmittel oder die hilfreiche Adresse eines Experten nicht notieren würdet: In einer Kladde, einem Ordner oder einer Datei. Und schon habt Ihr ein Qualitätshandbuch. Ein Eintrag im Qualitätshandbuch zu einer bestimmten Situation, die Euch hilft, beim nächsten Mal, vielleicht erst in einem Jahr, wiederrum erfolgreich das Problem zu lösen.

Auch ein Qualitätshandbuch: Damit die griechischen Hackbälle immer gleich gut sind, immer die selbe Qualität haben

Im Betrieb ist es das Q- Handbuch, bei Euch zuhause kann das z.B. Euer Notizbuch sein, in dem Ihr Euch besonders gut gelungene Kochrezepte eintragt oder das Büchlein mit den besten Tipps aus dem Urlaub, wie Hoteladressen, Mietwagenfirma, Buslinien, usw..

Jetzt lasst uns mal ein Pferdebeispiel aus dem Betrieb nehmen: Pferd hat Mauke. Jeder hat einen anderen Vorschlag. Was Mauke wirklich ist, das ist auch nicht so sicher und zum Schluss probieren alle irgendetwas irgendwie aus. Wenn ein Betrieb ein funktionierendes Qualitätsmanagement besitzt, dann setzen sich zu festgesetzten Terminen, z.B. jeden Mittwochnachmittag, alle im Betrieb, vom Chef bis zum Azubi, zusammen und besprechen anstehende Probleme. Hier z.B. die sehr variantenhaltige und wahrscheinlich nicht erfolgreiche Maukebehandlung. Als Ergebnis einigen sich alle Beteiligten auf ein Verfahren und auf eine weitere Besprechung darüber in zwei Wochen. Es wurde also etwas geplant (die Maukebehandlung) und es wird etwas durchgeführt (die Maukebehandlung). Nach zwei Wochen treffen sich Mittwochnachmittag alle wieder, schauen sich das Pferd an und stellen fest, dass diese Methode prima angeschlagen hat. Die Nachprüfung oder der Check hat ergeben, wie erfolgreich Mauke behandelt wurde. Die Beteiligten einigen sich (umsetzen) auch noch, dass das nötige Material, z.B. eine Salbe, Verbandmaterial, usw., beschafft und ein Mauke- Erste- Hilfe- Kasten im Stallbüro eingerichtet wird. Gleichzeitig wird festgelegt, wer jetzt „Maukebeauftragte/r“ ist. Damit dieses Wissen, die Behandlung der Mauke sowie der Inhalt des Mauke- Erste- Hilfe- Kastens nicht vergessen wird und jeder jetzige aber auch kranke oder zukünftige Mitarbeiter nachlesen kann, wie in diesem Stall die Mauke ab sofort behandelt wird, gibt es einen Eintrag im Qualitätshandbuch. Gleichzeitig mit dem möglichst leicht zu lesenden Handbuch- Eintrag wird das Inhaltsverzeichnis aktualisiert. Schließlich soll jeder Mitarbeiter den Beitrag, praktisch die Betriebsanleitung, sofort finden. Klar ist auch, dass das Q- Handbuch an einer immer gleichen, zentralen Stelle steht, damit die Mitarbeiter mal eben reinschauen können.

 

Ganz wichtig: Das Q- Handbuch ist keine langatmige Abhandlung, viel besser sind Ablaufdiagramme oder Stichworte und konkrete Hinweis, wie z.B.: Wann ist der Tierarzt zu rufen, wann der Besitzer zu informieren, usw..

 

Ein Beitrag im Q- Handbuch ist also nichts anderes als eine „Betriebsanleitung“, wie in einer bestimmten Situation, z.B. Kolikverdacht, Fütterung, Lüftung, Reinigung, Neueinsteller, Unfall, Weidedüngung, usw., zu handeln ist. Also ganz praktisch, betriebsbezogen.

 

Ein Q- Handbuch ist immer fimentypisch und zeigt, wie die Verantwortlichen ihren Betrieb geführt haben möchten. Dabei ergeben sich auch Schwerpunkte, die für Kunden von entscheidendem Interesse sind: Ist das ein nachhaltig wirtschaftender Betrieb? Ist das ein hygienisch arbeitender Betrieb? Wie werden Pferde dort ausgebildet, welchen Stellenwert besitzt der Tierschutz, ist es üblich Schlaufzügel zu benutzen, wie wird das Stallklima geführt, wie die Weiden gedüngt, wie bei Kolikverdacht vorgegangen oder welche Fütterungsphilosophie steckt dahinter? Diese Liste ist schier unendlich und das ist Eure Aufgabe im Projekt: Welche Schwerpunkte und Verfahren plant Ihr? Mit welchen Punkten wollt Ihr bei Kunden punkten und Euch ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den zahlreichen Mitbewerbern schaffen bzw. kostendeckende Angebote durchsetzen?

Und ganz zum Schluss muss nun noch gesagt werden, dass die einmalige Beschäftigung, in unserem Beispiel die Mauke, natürlich nicht ausreicht, denn an einem Mittwochnachmittag, vielleicht nach einem Jahr, macht ein Kollege den Vorschlag, doch einmal etwas an der Maukebehandlung zu ändern, weil es da was erfolgversprechenderes geben soll. Also dreht sich der sog. Qualitätszirkel wiederum: planen (plan), machen und ausprobieren (do) und überprüfen (check) und umsetzen (act). Das Ergebnis kann sein, dass der alte Q- Handbucheintrag so bleibt wie er war, oder aber verändert, verbessert wird. Und siehe da, im Betrieb gibt es ein funktionierendes Qualitätsmanagement mit einem ständig „drehenden“ Qualitätszyklus: Lebenslanges Lernen!

 

Es gibt einen weiteren Vorteil eines Qualitätshandbuches. Daher kommt der Name Qualität im Handbuch: Wenn sich alle Mitarbeiter an das Qualitätshandbuch halten, dann wird, wir bleiben bei unserem Beispiel, jede Mauke von jedem Mitarbeiter im Stall, vom Chef bis zur Aushilfe, in derselben Qualität behandelt. So wie es der Betrieb seinen Kunden versprechen und mit diesem Versprechen auch Werbung machen kann. Dabei ist Qualität nicht gleichbedeutend mit gut. Wenn sich ein Betrieb auf einen schlechten Standard im Q- Handbuch geeinigt hat, dann stimmt zwar die versprochene Qualität, das muss noch lange nicht gut, sachgerecht, erfolgreich und kundenorientiert sein. In diesem Sinne ist das Q- Handbuch DIE Visitenkarte eines Pferdebetriebes. Ihr als zukünftige Führungskräfte könnt es sein, die die Verantwortung für die Inhalte und die Ausrichtung eines Q- Handbuches tragt.

Betriebsabläufe in einem Q-Handbuch können ideal als Ablaufdiagramm gestaltet werden. Hier üben Azubis das Verfahren.
Ein Ablaufdiagramm macht die Entwurmungsstrategie eines Betriebes rasch deutlich und ist die „Gebrauchsanweisung“ für alle Mitarbeiter. Ablaufdiagramme haben den Vorteil, dass sie wesentlich besser und schneller die Mitarbeiter informieren, als langatmige Texte. Ihr könnt ein Ablaufdiagramm mit der Hand zeichnen oder aber mit ganz vielen Computerprogrammen. Die passenden Formen und Pfeile findet Ihr in fast allen Programmen.

Und warum sollen nun Azubis Beiträge für ein Q- Handbuch schreiben? Ganz einfach: Anstelle irgendwelche Wochen- und Erfahrungsberichte abzuschreiben, macht es viel mehr Sinn, Azubis mit in den Betrieb einzubinden und sie mit einer sinnvollen Tätigkeit, die dem gesamten Betrieb zu Gute kommt, lernen zu lassen. Nicht Bulimielernen sondern handlungsorientiert Aufgaben lösen. Und so ganz nebenbei ist dieses verantwortliche Lernen eine Wertschätzung der Chefs bzw. Führungskräfte für die Mitarbeiter. Mal richtig Verantwortung übernehmen, gefordert sein und nicht nur tägliches, abstumpfendes Misten. Und nur zufriedene Mitarbeiter bringen einen Betrieb weiter. Und zu Euch als zukünftige Führungskräfte: Chefs scheitern an ihren Mitarbeiter. Pflegt sie, lasst sie nicht nur misten.

Die „neue“ Fütterung ab 2015

Lebenslanges Lernen gilt auch für altgediente Fütterungsexperten: 2015 wurde das System zur Futtermittelbewertung den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft angepasst und demzufolge das alte System umgestellt. Wer  von Euch auf der Höhe der Zeit und der Wissenschaft ist, benutzt nur noch das neue System. Diejenigen von Euch die immer noch an dem alten System kleben, dokumentieren, dass lebenslanges Lernen nicht ganz ernst genommen wird. Ihr seid am Anfang Euerer Karriere als Führungspersönlichkeit, nicht kurz vor der Rente!

Die „neue“ Fütterung ab 2015

  1. Die Proteinbewertung ist von verdauliches Rohprotein auf dünndarm- verdauliches Rohprotein (wiss.: präcecal verdauliches Rohprotein (pcvRp))umgestellt): vRp in Gramm → pcvRp in Gramm
  2. Die Energiebewertung ist ebenfalls umgestellt von verdaulicher Energie zu umsetzbarer Energie (wiss.: Metabolische Energie): vE in Megajoule → ME in Megajoule
  3. Es bleiben annähernd die üblichen Faustzahlen

Erhaltung: pcvRp : ME = 6 : 1

 Laktation: pcvRp : ME = 8,5 : 1

Jährling: pcvRp : ME = 7 : 1

Ca:P= 2:1

Raufutter: mind. 2 (besser 2,3) kg/100kg LM/d ; Trockenmasse: 2-3 %/kg LM/d

Energiebedarf ausgewachsenes Großpferd mit 600 kg Lebendmasse:

Erhaltung 70MJ, leichte Arbeit 80MJ, mittlere Arbeit 100MJ, schwere Arbeit 120MJ, sehr schwere Arbeit 140MJ

 

ausgewählte Futtermittel dvRp (g) im original Futtermittel ME (MJ) im original Futtermittel
Weide v.d. Ä. 28 1,6
Weide i. Ä. 27 1,7
Weide 2. A. 29 1,5
Heu v.d. Ä. 74 8,1
Heu i. Ä. 60 7,2
Heu 2. A. 49 5,1
Grassilage früh 116 2,4
Grassilage Sommer 35 2,1
Grassilage Sommer überständig 21 2,2
Stroh 4 3,8
Hafer 79 10,5
Gerste 87 11,9
Mais 79 12,8
Sojaextraktionsschrot 343 10,9
Trockenschnitzel 61 10,7
Pflanzenöl 0 38,4
Weizenkleie 99 8,3
Möhren 4 1,2
Werte sind lediglich Anhaltswerte und können regional, saisonal und anbaubedingt stark variieren.

Alle Daten findet Ihr hier:

Metabolische Lebendmasse?

Die Metabolische Lebendmasse beschreibt den Energiebedarf des Pferdes wesentlich genauer als die „normale“ Lebendmasse.

Um die Metabolische Lebendmasse zu erklären, zunächst ein Vergleich:

1 kg Brot hat weniger Kruste als 1 kg Brötchen.

Das bedeutet, dass kleinere Körper im Verhältnis mehr Oberfläche haben, als große Körper. Also haben Brötchen mehr Kruste als Brot. Das gilt auch für Tiere und natürlich auch Pferde. Kleine Pferde haben im Verhältnis mehr Oberfläche als große Pferde. Ganz korrekt ausgedrückt haben 100 kg Fohlen deutlich mehr Oberfläche als 100 kg ausgewachsenes Sportpferd. Das hat Folgen: Das Fohlen hat mehr Oberfläche und gibt mehr Wärme an die Umgebung ab. Um nicht zu frieren, benötigt das Fohlen mehr Energie als seine Mutter. Wieder ganz korrekt: 100 kg Fohlen benötigt deutlicher Energie als 100 kg Mutter, müssen also mehr Nahrung aufnehmen als die Mutter.

Das kennt Ihr aber eigentlich: Fohlen sind deutlich empfindlicher gegenüber einem Wärmeverlust als ihre Mutter, sie frieren leichter. Übrigens: Das ist der Grund, warum Fohlen meist dunkel geboren werden, weil die Sonne dunkle Körper stärker erwärmt als helle Körper. Wie beim Auto. Erst wenn die Tiere größer werden und die Hautoberfläche verhältnisgemäß geringer, kann sich ein Schimmel leisten, weiß zu werden, ohne zu frieren.

Das mit der metabolischen Lebendmasse gilt auch für andere Lebewesen. So fressen 1 Tonne Mäuse mehr als 1 Tonne Elefant. Klar, die vielen Mäuse haben, zusammengerechnet, eine sehr viel größere Körperoberfläche als 1 Elefant.

Jetzt wisst Ihr, warum die metabolische Lebendmasse und die daraus errechneten Bedarfszahlen notwendig ist. Auch deshalb heißt die Energie jetzt Metabolische Energie (ME).

Wie kommt man/frau zur Metabolischen Lebendmasse? Mit dem Taschenrechner: Metabolische Lebendmasse = Lebendmasse hoch 0,75. (ich kann das hoch 0,75 nicht anders schreiben hier im Text, es ist genau so wie LM², nur eben nicht 2, sondern 0,75)

Was ist eine Dokumentation

Bei einem Meisterprojekt besitzt die Dokumentation eine ganz wichtige, durchaus prüfungsentscheidende Funktion. Da kein Prüfer das Projekt ein Jahr Tag und Nacht beobachten will und kann, ist die Dokumentation der Beleg für das selbständig durchgeführte Projekt. Vergleichbar mit einem Fahrtenbuch beim Autofahren. Stimmen Projekt und Projektdokumentation nicht überein, werden Prüfer entweder von einer nicht fachgerechten Projektdurchführung oder eventuell von einem Täuschungsversuch ausgehen. Beides macht die bestandene Meisterprüfung nicht wahrscheinlich.

Aber wie soll denn nun eine Dokumentation aussehen?

  1. Dokumentation bedeutet in der Projektarbeit, sämtliche Ereignisse, Beschlüsse, Schritte und Maßnahmen zu beschreiben, die während des Projektzeitraums getroffen wurden.
  2. Das Ziel dieser Form der Dokumentation ist die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen für den Prüfungsausschuss.
  3. Eine fachgerechte Dokumentation beschreibt Ziele (warum?), Methoden (wie?), den Zeitablauf (wann?) sowie nennt alle eingesetzten Hilfsmittel (womit?).
  4. Wichtige Qualitätsmerkmale einer Dokumentation sind: Vollständigkeit, Übersichtlichkeit, Verständlichkeit, Strukturiertheit, Korrektheit, Editierbarkeit (bearbeiten und in veröffentlichungsfähige Form bringen, herausgebbar machen), Nachvollziehbarkeit, Prüfbarkeit, Integrität/Authentizität (z. B. Änderungshistorie), Aktualität, jederzeit durch Prüfer einsehbar.
  5. Zur Dokumentation gehören immer auch die Darstellung von Qualitätssicherungsmaßnahmen, z.B. ein Qualitätshandbuch, sowie die Aufstellung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsindikatoren, denn Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit sind hochrangiges Ziel in der Pferdewirtschaftsmeister/in- Verordnung!

Vitamine, Mengen- und Spurenelemente zusätzlich füttern?

Immer kritischer wird in der von der Futterindustrie unabhängigen Wissenschaft die zusätzliche Gabe von Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen diskutiert. Überdosierungen können durchaus größere Schäden verursachen als Unterdosierungen. Wissenschaftler bezweifeln zudem in vielen Fällen, dass beim gesunden, ausgewachsenen Sportpferd bei üblicher Fütterung überhaupt Mangelsituationen auftreten. Hier die wichtigsten Fakten:

Vitamine, Mengen- und Spurenelemente für ausgewachsene, gesunde Sportpferde zusätzlich verabreichen?

WirkstoffBemerkungZufütterung?
Calcium Casicherheitshalber ...,
entbehrlich bei Stroh-, Luzerne, Trockenschnitzelfütterung
1 Esslöffel Futterkalk p.d.
Phosphor Pbei üblicher Fütterung unkritischnein
Magnesiumbei üblicher Fütterung unkritisch, Magnesium macht Pferde nicht stressresistenter!nein
Natrium Na
Chlor Cl
ist stark abhängig von der geleisteten Arbeit (Schwitzen) und der Entfernung zur zur salzhaltigen See (Nordsee, Atlantik)jodfreies Salz p.d.:
Teelöffel TL = 5g
Esslöffel EL = 15g
Erhaltung: 1 TL
leichte Arb.: 1 EL
mittlere Arb.: 6 EL
schwere Arb.: 12 EL

salzhaltiges Trinkwasser:
2 TL/Liter
Kalium Kbei üblicher Fütterung unkritischnein
Eisen Febei üblicher Fütterung unkritischnein
Kupfer Cubei üblicher Fütterung unkritischnein
Zink Znbei üblicher Fütterung unkritischnein
Kobalt Cobei üblicher Fütterung unkritischnein
Jod Jbei üblicher Fütterung unkritisch, besonders im Küstenbereich, Überversorgung tierschädigend!nein
Mangan Mnbei üblicher Fütterung unkritischnein
Selen SeEs gibt keinen abgesicherten Refenzwert (Zielwert), deshalb sicherheitshalber nicht zufüttern, da Überversorgung schwere Schäden setzt!nein?
Vit. AIst immer ausreichend, wenn ca. 1 Kilogramm Saftfutter gefressen wird, wie Weide, Silage, Äpfel, Möhren, usw. z.B. 1 kg Futtermöhren, alternativ 100g getrocknete Möhrenschnitzel
Vit. DAb 1 h Tageslicht (ohne Decke) vom Körper produziert, Überdosierung tierschädigend!nein
Vit. Ebei der Fütterung einwandfreiem, frischen Raufutter und Weide immer unkritisch, sicherheitshalber ...50 ml - 100 ml Sonnenblumenöl
Vit. K stellt das Pferd selber her (synthetisiert)nein,
(durch das Sonnenblumenöl garantiert)
B1, B2, B12stellt das Pferd selber her (synthetisiert)nein
Vit. Cstellt das Pferd selber her (synthetisiert)nein
nach Meyer/Coenen

 

 

Ergebnis: Weniger ist Mehr!

Bei üblicher Fütterung, ausgewachsenen und gesunden Sportpferden ist bis auf ganz wenige Ausnahmen die Zugfütterung von Vitaminen, Mengen- und Spurenelementen nicht nur nicht notwendig sondern kann im Einzelfall mehr Schaden als Nutzen anrichten!

Auch ist es nicht notwendig, vitaminierte und minemalisierte Futtermittel einzusetzen, wie Müsli, pelletiertes Mischfutter, Zusatzfutter, usw.. Gerade industrielle Mischfuttermittel können erheblich zu kritischen Überversorgungen von Vitaminen und Mineralien beitragen. Erspart Euren Pferden das Leid und Euch das viele Geld.

 

Anatomie und Physiologie der Verdauung

Die Beschäftigung mit der Anatomie und der Physiologie des Verdauungstraktes ist der Schlüssel zur nachhaltigen Pferdefütterung und ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Projektarbeit mit dem Pferd.

Was ist eigentlich Verdauung?

Verdauung ist die Umwandlung des gefressenen Futters in eine wässrige Lösung, damit das Blut die Nähr- und Wirkstoffe ohne Probleme im Körper verteilen kann. Ein Beispiel: Das Pferd frisst eiweisshaltiges Gras und durch Verdauung entstehen Aminosäuren. Diese sind Baustoffe und deshalb transportiert das Blut sie in die Muskeln.

 

Aus dem aufgenommenen Futter ... wird durch Verdauung ...

Futtermittelwässrige Lösung im Blut
Zucker & StärkeFructose & Fettsäure
EiweißAminosäure
FetteFettsäure
RohfasernFettsäuren, Essigsäure, Buttersäure

 

 

gelb: bakterielle Verdauung – blau: chemische Verdauung – Im Maul und in der Speiseröhre findet keine Verdauung statt, lediglich Zerkleinerung, Anfeuchten und Transport statt.

* Die Zeichnung des Verdauungstraktes ist nicht maßstabsgerecht.

 

Die Fütterungspyramide: Nicht mehr und nicht weniger

Um mit leistungsbereiten, ausgeglichenen und widerstandsfähigen Pferden arbeiten zu können, bedarf es einer gut geplanten und gut durchdachten Fütterung.

Dabei müsst Ihr Euch immer klar machen, dass …

  1. …viel nicht viel hilft.
  2. …Muskeln nicht gefüttert, sondern nur trainiert werden können.
  3. …Fett träge, widersetzlich und krank macht.
  4. …fett ist nicht fit. 60% der Pferde in Deutschland sind zu fett.
  5. …zusätzlich verabreichte Vitamine sowie Mengen- und Spurenelemente in vielen Fällen mehr Schaden als Nutzen machen.
  6. …Grundfutteraufnahme das wichtigste, genetisch tief festgeschriebene Grundbedürfnis des Pferdes ist.
  7. …80% seines Lebens das frei lebende Pferd mit der Futteraufnahme beschäftigt ist.
  8. …Futterkarenz von mehr als 4 h Streß erzeugt und 80% aller Turnierpferde in Deutschland Magengeschwüre haben.
  9. …fast alle Vitamine sowie Mengen- und Spurenelemente bei üblicher Fütterung beim gesunden, ausgewachsenen Pferd nicht kritisch sind und deshalb nicht zusätzlich gefüttert werden müssen und teilweise auch nicht dürfen.

Die Fütterungspyramide visualisiert eine nachhaltige Pferdefütterung, damit Euer Projekt Spaß mit einem Sportpartner macht und nicht zum Kampf mit einem Gegner wird:

 

Futterbeispiele (Warmblut, ausgewachsen, 600 kg LM, 24 h)

  • Erhaltung:  10 kg Heu – 2 kg Stroh – 3 Möhren – 30g Pflanzenöl – 25g jodfreies Salz
  • Leichte Arbeit:  12,5 kg Heu – 3 Möhren – 30 g Pflanzenöl – 50 g jodfreies Salz – 1 Esslöffel Futterkalk
  • Mittlere Arbeit: 12,5 kg Heu – 3x 300 g Hafer – 3x 30 g Pflanzenöl – 3 Möhren – 100g jodfreies Salz, – 1 Esslöffel Futterkalk

 

Um weitere Beispiele erstellen zu können, benötigt Ihr eine aktuelle Futtermitteltabelle und ein Rationsberechnungsformular.

Brauchen Pferde Kraftfutter und Kräuter

(Foto: Takhi.org – Wiederansiedungsprojekt des Steppenpferdes durch die  International Takhi Group)

Der ursprüngliche Lebensraum unserer Pferde sind die großen zentralasiatischen Steppen. An diesen Lebensraum sind auch unsere heutigen Sportpferde immer noch optimal angepasst. Wer seine Pferde tiergerecht füttern will, der/die muss nur einen Blick in die großen Steppen in Zentralasien werfen.  Dort wächst alleinig das Steppengras, genauer das spätblühende Federgras mit dem lateinischen Namen Stipa ser. Capillatae. Diesem Süßgras sind im laufe ihrer Evolution die asiatischen Steppenpferde bis nach Afrika einerseits und nach Osteuropa andererseits gefolgt und bei uns heimisch geworden. Und die Pferde sind dem Steppengras nur gefolgt, weil sie sich mit diesem Futter besonders gut vermehren konnten, denn die Urwildpferde aus Asien sind an die Steppe perfekt angepasst.

 

Pferde sind seit weit über 10.000 Jahren auf die alleinige Aufnahme des Steppengrases angepasst. Kräuter und energiereiche Pflanzen (Hafer, Gerste, Mais, Sonnenblumen, usw.) wachsen in der nährstoffarmen, trockenen und sehr wetterbeeinflussten Region ( -30°C – +20°C, ständige Windstärke 5 – 8 ) nicht. Nur Steppengras.

Was schliesst Ihr daraus?

  1. Kräuterheu? Braucht das Pferd nicht.
  2. Kraftfutter? Braucht das Pferd nicht.
  3. Kräutermüsli? Braucht das Pferd nicht
  4. Brauchen Pferde viel Abwechslung beim Futter? Nein, nur Gras oder Heu.
  5. Gras und Heu braucht das Pferd, täglich und ganztags, mindestens 12 h am Tag und keine Fresspause länger als 4 h.

Sauer ist nicht lustig

In den fast 200 Liter großen Dickdärmen arbeiten Bakterien. Diese brauchen aber zum Leben eine neutrale, nicht saure Umgebung. Schließlich tötet Säure Bakterien ab, wie wir z.B. von den eingelegten Gurken kennen. Wenn die Säure die Gurken desinfiziert, halten sie sich. Die Bakterien sind außen vor.

Fühlen sich die Bakterien nicht mehr wohl, weil es zu sauer ist, sterben sie ab und die Dickdärme können das aufgenommene Futter nicht mehr verdauen. Es kommt zu einem Verdauungsstillstand, beim Pferd nennt man diesen lebensbedrohenden Zustand Kolik.

Um zu sehen, ob des den lebenswichtigen Bakterien im Darm gut geht, kann jeder/e das ganz leicht herausfinden. Einfach mal die frischen Pferdeäpfel auf den Säuregehalt messen. Sind die Pferdeäpfel neutral, herrscht im Darm ein bakterienfreundliches Klima. Registriert Ihr aber einen saueren Pferdeapfel herrscht Alarm im Darm und die Säure tötet viele oder gar alle Bakterien ab. Der Darm wird bakterienfrei, die Kolik droht.

So messt Ihr den Säuregehalt im Darm:

  1. Ihr besorgt Euch 1 Löffelspatel, 1 Erlenmyerkolben (weitaus, PP, Schraubkappe, 100ml), Spritzflasche (Inhaltsaufdruck, 250 ml), destilliertes Wasser (ca. 1 Liter, Bezug Tankstelle), pH Indikateostäbchen (im ungefähren Bereich pH 2,0 – pH 9,00)
  2. Mit dem Löffelspatel 1 Löffel frischen Pferdeapfel in den Erlenmeyerkolben füllen.
  3. Mit etwa gleicher Menge destilliertes Wasser Pferdeapfel  aufschwimmen lassen
  4. Deckel schließen und gut durchmischen
  5. pH Indikatorstäbchen für ca. 20 s mit Indikatorfläche in Wasser/Apfelgemisch tauchen
  6. Indikatorstäbchen abstreifen
  7. Indikatorfläche mit den Farben der Verpackung vergleichen und den pH- Wert bestimmen.
  8. Ergebnis: Alle pH- Werte unter 6 sind bakterienfeindlich und deuten auf einen zu sauren Darm hin. Hauptursache ist in aller Regel eine zu große Kraftfuttergabe!

Die oben beschriebenen Labormaterialien erhaltet Ihr hier: Carl Roth Laborbedarf www.carlroth.cohhm/Laborbedarf

Ohne Waage geht gar nicht!

 

Eine Personenwaage, die darf ruhig älter und auch schlicht sein, gehört zur Grundausstattung eines jeden Pferdestalles. Nicht um das Gewicht des Stallpersonal zu kontrollieren, sondern um das Grundfutter zu wiegen. Ohne genaue Kenntnis der Grundfuttermasse ist eine gezielte Fütterung nicht möglich und bleibt laienhaft!

So geht es:

  1. Ihr steigt auf die Personenwaage und merkt Euch Eure Körpermasse.
  2. Ihr schnappt Euch das Futter, z.B. Heu und steigt wieder auf die Waage
  3. Die Differenz zwischen 1. und 2. Messung ist die Grundfuttermasse.

Die exakte Dosierung der Grundfuttermasse ist die Voraussetzung, die Futtermittelmenge überhaupt steuern zu können. Das Wiegen verhindert, dass Ihr Euch böse verschätzt. Fast immer, das sind meine Erfahrungen, wird viel zu wenig den Pferden vorgelegt, weil Ihr ganz oft die von Euch zugeteilte Grundfuttermenge  überschätzt. Weiterhin ist eine Kostenkalkulation und eine Vorratshaltung nur denkbar, wenn Ihr die Futtermittelmenge exakt bestimmt. Eine optimale Abstimmung der Futtermenge an die geleistete Arbeit sowie die Körpermasse, wenn Euer Pferd zu dünn und zu dick werden sollte, ist ohne exaktes Wiegen der Futtermittelmengen nicht möglich. Zum Wiegen gehört aber auch immer die Dokumentation. Also Ihr notiert Euch, was Ihr täglich an jedes Pferd verfüttert. Das ist dann schon ein Beitrag zum Qualitätshandbuch eines funktionierenden Qualitässichersicherungssystems. Aus Qualitätshandbuch wird dann deutlich, wann und welche Mengen Ihr an welches Pferd gegeben habt und, auch das gehört in das Qualitätshandbuch, warum Ihr zu einem bestimmten Zeitpunkt die Fütterung verändert habt und welches Ergebnis das gezeigt hat. Das kann natürlich alles in Stichworten geschehen. Und schon könnt Ihr ausgesprochen glaubhaft Euer Projekt dokumentieren. Und so ganz nebenbei könnt Ihr rechtzeitig beobachten, ob Euer Pferd plötzlich weniger Appetit zeigt und sich Auswirkungen von Überforderungen und Stress zeigen oder/und sogar eine Kolik im Anzug ist.